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Die Zeit danach
 Teil II
Gästebuch 4

 

   

Deine  Augen   

Du bist zwei Stunden alt      

und liegst auf meinen Bauch.

Groß schauen deine Augen      

mich neugierig an .

 

Du bist zwei Jahre alt, 

Du kommst auf mich zugelaufen. 

Lebhaft schauen deine braunen Augen  

als ich dich in meine Arme schließe.

  

Du bist sechs Jahre alt

 und wirst heute eingeschult. 

Erwartungsvoll schauen deine Augen, 

als Du in dein Klassenzimmer gehst.

  

Du bist 13 Jahre alt 

und wirst heute konfirmiert. 

Stolz schauen deine braunen Augen 

als wir dir gratulieren.

 

Du bist noch keine 14 Jahre alt 

und rauchst deinen ersten Joint. 

Rot sind deine braunen Augen 

Du traust mich nicht anzuschaun.  

 

Du bist 15 Jahre alt 

heut schluckst Du Pillen. 

abwesend sind deine schönen Augen, 

weil es dir gefällt.

 

 Du bist 18 Jahre alt

ohne einen Abschluß, keinen Job.

ich sehe nur noch leere braune Augen,

flehe Dich an Dir helfen zu lassen. 

 

Du bist 20 Jahre alt. 

in einer uns fremden Welt. 

Wirr blicken deine einst schönen Augen 

das haben Drogen aus dir gemacht!   

                                      Anja W. 2003

 

 Warum nur ?

Warum nur nimmst Du Drogen?

Warum nur läßt du Dir nicht helfen, Du weißt doch das Du krank bist?

Warum nur bestiehlst Du mich immer wieder, um dir deine Sucht zu finanzieren?

Warum nur gehst Du diesen Weg, Du kannst alle Hilfe haben?

Warum nur machst Du dir und mir das Leben so schwer?

Warum nur sind meine Träume und Hoffnungen für dich verloschen?

Warum nur gehst Du immer zu deinen falschen Freunden?

Warum nur tust Du mir so weh?

Warum nur gibst Du mir keine Antworten darauf?

Warum nur kann ich nicht aufhören mich um dich zu sorgen?

Warum nur kann ich nicht loslassen?

                                               Anja W.2003

 

 

Traurig

Es ist heller Tag doch ich sehe nur die Dunkelheit.

Tränen laufen mir über das Gesicht

Die Zukunft ist nah, doch für mich ist sie weit.

Jeder Sonnenstrahl ist nur gedämmtes Licht.

 

Jeder Weg den ich gehe ist so  schwer.

Es ist als ermüde ich sehr  schnell.

Ständig ziehe ich Lasten hinter mir her.

Alle Geräusche sind unerträglich hell.

 

Schwer gehe ich dann Schritt für Schritt.

 Immer weiter in mein dunkles Leben.

Meine Traurigkeit läuft immer mit.

Die schwere Last kann ich kaum noch heben.

 

Meine schönen Träume sind ausgeträumt.

Der Alp verfolgt mich jede Nacht.

Ich fühle mich leer, wie ausgeräumt.

Hör nicht mal mehr, wenn ein Kind lacht.

 

Trotz vieler Menschen bin ich allein

und werde geliebt, merk es aber nicht.

Warum muß ich immer traurig sein,

warum ist Kummer so ein großes Gewicht.

                              Anja W. 2003

Für Armin 

Du bist die Kraft die mir fehlt, wenn ich an manchen Tagen schwach bin.

Du bist der Anker, der mich fest hält, wenn ich mich frage nach dem Sinn.

Du bist der Boden unter meinen Füssen, wenn ich das Gefühl habe ins Leere zu fallen.

Du bist das Licht am Ende des dunklen Tunnels in dem meine Schritte nur verhallen.

Du bist die Sonne in meinem Herzen, wenn es für mich nur Nacht zu sein scheint.

Du bist Balsam für meine Seele, wenn sie vor lauter Traurigkeit nur weint.

 

 

Ich habe Angst dass irgendwann alle Gefühle nicht mehr so sind wie sie scheinen,

habe Angst ich werde nur noch in meinen Errinerungen  danach weinen.

Mir wird immer mehr bewusst, wir haben ein schwieriges Leben.,

Doch mehr als meine Liebe, meine Treue und Vertrauen kann ich Dir nicht geben.

Wir sind eine Familie mit vielen Problemen und unsere Liebe musste oft Leiden,

doch ich bitte Dich von ganzen Herzen zu verstehen, es ließ sich nicht immer vermeiden.   

In letzter Zeit denke ich ganz oft, Du läufst vor mir und den Problemen davon,

immer wieder sage ich mir „ Gib ihm Zeit,…………….. das legt sich schon“.

Ich fühle mich allein und unverstanden, hoffe dass es nicht so ist wie es ist

Du bist dann fort und ich merke wie es in meinem Herzen nagt und frisst

Gib uns eine Chance, gib mir das Gefühl das ich nicht um Dich kämpfen muss,

es wäre sehr traurig nach diesem langen Zusammenhalt zu merken mit unserer Liebe wäre Schluss.

 

Auch ich werde die Kraft sein die Dir fehlt, wenn ich dann stark bin

Ich werde der Anker sein, der Dich festhält, wenn Du fragst nach dem Sinn.

Ich werde der Boden unter den Füssen sein, wenn Du drohst ins Leere zu fallen,

 Ich werde das Licht am Ende des Tunnels sein, wo Deine Schritte verhallen.

Ich werde die Sonne in Deinem Herzen sein, wenn es für Dich nur noch Nacht scheint

und werde Balsam für Deine Seele sein, wenn Dein Herz weint.

            Deine Anja  De.zember 2006

 

Du lebst in einer Welt,….in der ich Dir nicht folgen kann,

Verhältst dich wie ein Kind,…. nicht wie ein erwachsener Mann.

Du siehst Dinge,…….. sehr weit erntfern ab von der Realität ,

Nur zu ertragen mit Drogen für Heilung ist es fast zu spät.

 

Schizophrenie, eine Krankheit die vielen Menschen Angst macht,

Und ich höre sehe und fühle,………… und wie man Dich auslacht.

Man spricht mich an mit dem Kommentar wie seltsam Du doch bist

Immer wieder muss ich erklären,. Das dein Verhalten eine Krankheit ist..

 

Eine organische Erkrankung, ein Unfall das wäre ehe zu verstehen,

Aber dein , verrücktes“ Verhalten können sie nicht als Krankheit sehen.

Unwissenheit und Unverständnis, bringt man mir dann entgegen

Ich kann es ja selbst kaum verstehen, bedrückt mich auf allen Wegen.

 

Ich weiß noch wie alles begann damals weintest Du ganz bitterlich,

Du lagst in meinen Armen und der Weinkrampf schüttelte Dich.

Ich dachte Du hättest wieder die sch**** Drogen genommen

Da sahst Du die reale Welt nur noch ganz Verschwommen.

 

Die Krankheit ist da ausgebrochen, lag nicht allein an den Drogen,

Trotzdem hast Du mit deiner Sucht dich um dein Leben betrogen..

Und ich musste zusehen wie Du auf die schiefe Bahn geraten bist ,

Du weißt auch nicht wie es in meinem Herzen nagt und frisst.

 

Manchmal ungepflegt und tagelang ernährst Du dich nicht,

Du meidest alles , am schlimmsten findest Du das helle Licht.

Verdunkelst dein Zimmer und oft meidest Du jeden Kontakt

Das ist für dich richtig, und deine wirre Welt,…. das ist dein Pakt.

 

Schon sehr lange habe ich die Hoffnung Heilung längst aufgegeben

Und ich bin in großer Sorge und kämpfe um ein normales Leben.

Dabei war ich mal so stolz auf dich hab mir mehr Zukunft versprochen,

Und dabei hör ich mein Herz vor lauter Angst und Liebe um dich pochen .

                                                   Anja W. 2007

Diese Geschichte hat mir Manu  geschickt

Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: "Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich..., ich bin traurig", sagte die graue Gestalt.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."

Die Traurigkeit seufzte tief. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."
Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: 'Papperlapapp, das Leben ist heiter.' und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: 'Gelobt sei, was hart macht.' und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: 'Man muss sich nur zusammenreißen.' und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: 'Nur Schwächlinge weinen.' und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet..."

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin:
"Aber..., aber - wer bist eigentlich du?"

"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. "Ich bin die Hoffnung."

 

 

 

Von den Kindern

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht

des Lebens nach sich selbst.

Sie kommen durch euch

aber nicht mit euch

und obwohl sie mit euch sind,

gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben,

aber nicht eure Gedanken.

denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben,

aber nicht ihren Seelen,

denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen,

das ihr nicht besuchen könnt,

nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch nicht bemühen, wie sie zu sein;

aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu  machen.

Denn das Leben läuft nicht rückwärts,

noch verweilt es im gestern.

 

© by Khalil Gibran

 

 

 Wo ich geliebt werde

Wo ich geliebt werde, kann ich getrost alle Masken ablegen, darf mich ganz frei und offen bewegen. 

Wo ich geliebt werde, zähl ich nicht nur als Artist. 

Wo ich geliebt werde, darf ich so sein wie ich bin. 

Wo ich geliebt werde, muß ich nicht immer lachen, sondern darf es auch wagen traurig zu sein. 

Wo ich geliebt werde, darf ich auch Fehler machen und bin trotzdem nicht häßlich und klein. 

Wo ich geliebt werde, darf ich auch Schwächen zeigen, oder den fehlenden Mut, brauche die Ängste nicht zu verschweigen. 

Wo ich geliebt werde,darf ich auch Sehnsüchte haben, manchmal ein Träumender sein und für Fehler die ich begehe räumt man mir mildernde Umstände ein. 

Wo ich geliebt werde, brauch ich nicht zu fragen nach dem vermeintlichen Preis.

 Wo ich geliebt werde, werde ich beachtet, wenn auch unmerklich und leis. 

 

Für meinen Mann Armin

Wenn ich Tränen in Deinen Augen seh,

schmerzt es auch mich, es tut richtig weh.

Ich weiß was Du fühlst in Deinem Herzen,

es sind bohrende, nagende Schmerzen.

 

Es sind die Schmerzen um unser Kind,

das uns aus den Bahnen rinnt.

Wir hatten andere Pläne mit ihm

doch es lief anders als es schien.

 

Hoffen und Bangen begleiten uns nun,

es raubt uns die Sinne, wir können nicht mehr ruhn.

Wir wissen er kauf sich die Drogen und Pillen

um seine krankhafte Sucht zu stillen.

 

Wir haben Wut auf ihn und noch viel mehr

und doch lieben wir ihn so sehr.

Wir wollen ihm helfen und können es nicht,

wir sind in einem Tunnel ohne Licht.

 

Wir denken die Welt ist zusammengebrochen

und hören unser Herz aus Angst lauter pochen.

Wie ein Gürtel schnürrt es uns die Brust zu,

die Angst um unser Kind lässt uns keine Ruh.

                                                         Anja W.

 

 Trost in Tränen 

Wie kommts das du so traurig bist,

Da alles froh erscheint?

Man sieht dir´s an den Augen an,

Gewiss, du hast geweint.

 

Und hab ich einsam auch geweint,

So ist´s mein eigner Schmerz,

Und Tränen fließen gar so süß,

Erleichtern mir das Herz.

 

Die frohen Freunde laden dich,

Oh, komm an unsre Brust!

Und was du auch verloren hast,

Vertraue den Verlust.

 

Ihr lärmt und rauscht und ahnet nicht,

Was mich, den Armen, quält.

Ach nein, verloren hab ich´s nicht,

So sehr es mir auch fehlt.

 

So raffe denn dich eilig auf!

Du bist ein junges Blut.

In deinen Jahren hat man Kraft

Und zum Erwerben Mut. 

 

Ach nein, erwerben kann ich´s nicht,

Es steht mir gar zu fern,

Es weilt so hoch, es blinkt so schön,

Wie droben jener Stern. 

 

 

Die Sterne, die begehrt man nicht,

Man freut sich ihrer Pracht,

Und mit Entzücken blickt man auf

In jeder heitern Nacht.

 

Und mit Entzücken blick ich auf

So manchen lieben Tag;

verweinen lasst die Nächte mich,

So lang ich weinen mag.

(J.W. von Goethe) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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